Voraussetzungen für eine Blut- oder Plasmaspende

Du bist gesund, fühlst dich fit, bist älter als 18 Jahre und wiegst mehr als 50 Kilogramm? Sehr gut, damit sind die ersten Voraussetzungen für eine Blut- und Plasmaspende erfüllt. Was es sonst noch zu beachten gilt, verraten wir in diesem Beitrag.

Die Voraussetzungen werden vor jeder Spende geprüft

Vor jeder Blut- oder Plasmaspende wird geprüft, ob alle Voraussetzungen für eine Spende erfüllt sind. Das ist wichtig, um sicherzustellen, dass du die Spende gut verträgst. Auch für die Sicherheit der Blutprodukte ist die Prüfung der Voraussetzungen vor jeder Spende unbedingt notwendig. 

Welche Voraussetzungen das sind, ist in der Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten, kurz Richtlinie Hämotherapie, festgelegt. Die dort formulierten Anforderungen an die Spendetauglichkeit gelten sowohl für die Blut- als auch die Plasmaspende. Es werden aber je nach Spendeart im Gesundheitscheck weitere Laboruntersuchungen veranlasst. Bei jeder fünften Spende wird zum Beispiel die Messung der Gesamteiweiße durchgeführt, auch das Immunglobulin G sowie weitere Blutzellwerte werden kontrolliert.

Einige Kriterien zur Spendetauglichkeit kannst du schon im Vorfeld selbst prüfen

Ob du zur Blut- oder Plasmaspende zugelassen werden kannst, entscheidet die Spendeärztin oder der Spendearzt vor Ort nach der Anamnese. Einige Kriterien, wie den Hämoglobinwert, kannst du nicht im Vorfeld prüfen. Aber andere Kriterien, wie dein Alter, dein Gewicht und wie lange deine letzte Spende her ist, schon. 

Gesund und fit

Beim Blut- oder Plasmaspenden zählt deine Gesundheit als Spenderin oder Spender ebenso wie die Gesundheit und Sicherheit der Empfängerinnen und Empfänger. Blut oder Plasma spenden darf daher nur, wer gesund und fit ist. Fühlst du dich angeschlagen oder krank oder weist ein erhöhtes Risiko für bestimmte Infektionskrankheiten auf, wirst du vorübergehend zurückgestellt und darfst nicht spenden.

So oft darfst du als Mann oder Frau Blut und Plasma spenden

Damit dein Körper genügend Zeit hat, um den Blut- oder Plasmaverlust wieder auszugleichen, müssen zeitliche Abstände zwischen zwei Blutspenden eingehalten werden:

  • Frauen dürfen innerhalb von zwölf Monaten viermal, Männer sechsmal Vollblut spenden.
  • Zwischen zwei Vollblutspenden sollen im Regelfall zwölf Wochen, mindestens aber acht Wochen liegen.
  • In einem Jahr sind bis zu 60 Plasmaspenden erlaubt. Zwischen zwei Plasmaspenden müssen mindestens zwei Kalendertage liegen.
  • Zwischen einer Plasma- und einer Vollblutspende sollten ebenfalls mindestens zwei spendefreie Tage liegen.

Eine Plasmaspende ist schonender für den Körper als eine Blutspende, da dabei keine Blutzellen entnommen werden. Plasmaspenden sind daher öfter möglich.

Darum dürfen Männer öfter spenden

Unsere Blutzellen werden vom Körper zwar innerhalb von zwei Wochen erneuert. Der Ausgleich des Eisenverlustes dauert allerdings rund zwei Monate und bei Frauen wegen der Menstruation etwas länger. Das ist der Grund, warum Männer öfter Blut spenden dürfen.

Alter und Gewicht spielen ebenfalls eine Rolle

Blut und Plasma darfst du ab deinem 18. Geburtstag spenden. Ab dann sind regelmäßige Spenden möglich. Eine Höchstaltersgrenze für die Blut- oder Plasmaspende gibt es mit Änderung des Transfusionsgesetz 2023 nicht mehr. Die Ärztinnen und Ärzte beurteilen immer individuell, ob eine Spende möglich ist. 

Damit dein Körper den Blut- oder Plasmaverlust gut verkraftet, musst du außerdem ein Körpergewicht von mindestens 50 Kilogramm auf die Waage bringen.

Deine Blutgruppe spielt keine Rolle

Die Blutgruppe spielt keine Rolle dabei, ob du zur Blut- oder Plasmaspende zugelassen wirst. Jede Spende gleich welcher Blutgruppe ist willkommen und wird benötigt. In Ausnahmefällen kann es jedoch vorkommen, dass es verstärkt Bedarf für bestimmte Blutgruppen gibt, die besonders dringend benötigt werden.